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Deutsche Jugendmeisterschaften in Jena | 4. August 2015

HSC-Athlet Norman Plischke wird Vizemeister

Das Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld lockte am vergangenen Wochenende die besten Nachwuchsathleten Deutschlands zu den nationalen Titelkämpfen. Mehr als 1.900 Aktive hatten die anspruchsvollen Teilnehmernormen geknackt - das war rekordverdächtig.

Mit dabei waren auch die Haldensleber Leichtathleten Tim Schäper und Norman Plischke. Norman trat in Jena an, um sich eine Medaille zu holen. Nach seinem tadellosen Abschneiden mit Rang sieben bei den U 18 Weltmeisterschaften in Cali/Kolumbien, wollte der Haldensleber Gymnasiast noch einmal richtig hinlangen. Schon am frühen Freitagnachmittag ging der HSC Athlet mit weiteren 17 Normerfüllern an den Start. Mit dabei war auch Normans großer Kontrahent, Vizeweltmeister und inzwischen guter Freund Niklas Kaul vom USC Mainz. Kaul hatte in Cali im Speerwurf Silber gewonnen, nachdem er im Zehnkampf bereits für eine Sensation gesorgt hatte. Als weltweit erster seines Alters übertraf er die 8.000 Punkte Grenze und schrieb damit ein kleines Stück Geschichte.

Auch beim Speerwurf trug Niklas Kaul mit seiner in diesem Jahr erzielten Weltbestleistung von 83,94m die Favoritenbürde. Dass jeder in jedem Wettkampf wieder neu angreifen muss, zeigte sich auch in Jena. Für alle Teilnehmer gab es am Freitag sehr komplizierte Windbedingungen. Während Kaul mit sehr mäßigen 58,49m den Wettkampf begann, startete Norman Plischke gar mit einem ungültigen Versuch. Trainer Thomas Döde standen da schon die Haare zu Berge. Dann jedoch legten beide nach. Kaul ging im zweiten Versuch mit standesgemäßen 74,15m in Führung. Der Haldensleber setzte sich mit 64,33m an die zweite Stelle. So ging es auch nach dem dritten Versuch in den Endkampf der besten Acht Teilnehmer. Während sich der Vizeweltmeister mit Fehlversuchen durch den Wettkampf hangelte, steigerte sich Norman Plischke. Nach 68,72m im vierten Versuch, setzte er in Durchgang fünf mit 73,88m kräftig nach. Bis auf 27 cm war er Niklas Kaul nahegekommen. So dicht dran war er noch nie am Überflieger. Dieser setzte im letzten Durchgang das 700g schwere Gerät auf 68,87m. Norman Plischke konnte nicht mehr kontern. Silber für den Haldensleber und nur knapp geschlagen. Auf Rang drei kam der Delmenhorster Torben Clemens Westphal mit mehr als zehn Meter Rückstand. Die Silbermedaille ist für den HSC Athleten und seinen Trainer der Endpunkt einer tollen Saison. Die Mühen und Anstrengungen vieler Wochen und Monate, begleitet von ganz vielen Menschen, die geholfen haben, dieses Ergebnis zu erreichen, sind belohnt worden.

 

Norman Plischke (l) und Tim Schäper kehrten mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen aus Jena zurück.
Der Speerwerfer holte sich mit seiner zweitbesten Weite die Silbermedaille.
Tim reichte seine Saisonbestzeit zu Platz 18.

 

Die Konstellation beim zweiten HSC Teilnehmer Tim Schäper sah bereits im Vorfeld etwas anders aus. Rang 46 in der Meldeliste über 100m und Platz 37 über 200m sind Ausdruck einer bis Jena mehr als durchwachsenen Saison. Permanente Trainingsausfälle verhinderten eine wirkliche Weiterentwicklung. Selbst die letzten Wochen der Vorbereitung auf die Meisterschaften gingen nicht ohne gesundheitliche Probleme vonstatten. Strapaziert wurde die Hilfe von Teamarzt Dr. Christoph Rimasch und die Physiotherapeutinnen Katrin Grellmann und Tina Möritz legten sich noch bis kurz vor der Abfahrt ins Zeug, um einen Start möglich zu machen.

Die 100m endeten für Tim als Fünftplatzierten des fünften Vorlaufes mit 11,24 sec. Nach einem sehr guten Start und der zwischenzeitlichen Führung, lies er schon nach einem Drittel der Strecke den Oberkörper oben. Die Schmerzen im großen Zeh waren ihm anzumerken. Nur drei Hundertstel Sekunden fehlten ihm zum Erreichen der Zwischenläufe.

Motiviert ging Tim am Sonntag dann die 200m Vorbereitung an. Im zweiten von sechs Vorläufen startend gab er richtig Gas und hatte den vor ihm laufenden Magdeburger Thomas Barthel im Kurvenausgang bereits eingeholt. Doch dann gab es auf der Zielgeraden die gleiche Reaktion wie bereits über 100m. 50m vor dem Ziel lief Tim nicht mehr voll und wurde am Ende Vierter mit Jahresbestzeit von 22,50 sec.

In der Addition der Läufe dann die ärgerliche Realität. Rang 18 und erneut nur drei Hundertstel Sekunden an den Finalplätzen vorbei geschrammt. Ein wenig mehr Biss und es hätte locker für das Weiterkommen gereicht, ist sich Trainer Hartmut Baethge sicher.